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Arbeitsgruppe FüS

Arbeitsgruppe zur Verbesserung des Fachübergreifendes Studium an der BTU-Cottbus.

Termine

  • 03.04.2008: Treffen der Studienkommission mit dem Vizepräsidenten für Lehre Prof. Koziol um über das Angebot für das Sommersemester 2008 zu beraten.

Mitglieder

Randolf hat inziwschen seine Diplomarbeit begonnen und so nur noch wenig Zeit zum Schreiben. Daher wird neben Mithelfern und Kommentatoren im Allgemeinen auch ein neuer Editor gesucht. Motivation Texte zu formulieren und Materialen zu strukturieren sind dafür wünschenswert.

Überarbeitung des Angebots

Hier ist die Meinung aller Studierenden gefragt. Bitte berichtet auch über Probleme. Antworten bitte an rrotta@informatik.tu-cottbus.de schicken.

  • Wo gibt es Probleme mit dem fach-übergreifenden Studium?
  • Welche Veranstaltung aus dem Angebot der restlichen Universität sind für den eigenen Studiengang besonders interessant?
  • Welche Angebote sollten in Zukunft geschaffen werden?
  • Welche Veranstaltung aus dem eigenen Studiengang sollten für andere als fachübergreifend bzw. -ergänzend interessant sein?

Natürlich liegen die inhaltlichen Entscheidungen allein bei den durchführenden Dozenten und wir können nichts erzwingen. Allerdings sind viele auf das Interesse der Studierenden angewiesen, so dass die AG-FüS hier in Zukunft durchaus Empfehlungen und Wünsche weiterreichen kann.

Zur aktuellen Richtlinie und den Problemen

Tief sein und tief erscheinen. - Wer sich tief weiss, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit. Denn die Menge hält Alles für tief, dessen Grund sie nicht sehen kann: sie ist so furchtsam und geht so ungern in's Wasser. (§173. Die fröhliche Wissenschaft)

Die aktuelle Richtlinie zum Fachübergreifenden Studium (FüS) wurde im November 2004 vom Senat verabschiedet und vom Präsidenten unterschrieben. Diese Richtlinie schänkt das Angebot sehr eng ein und schließt alle fachergänzenden Themen ("alles was praktisch anwendbar ist") aus. Gleichzeitig verbietet sie kategorisch jegliche Anerkennung von Leistungen, die an anderen Hochschulen erworben wurden - im Widerspruch zu den Zielen des Bologna-Prozesses. Die Enge des offiziell vorgesehenen Angebots macht es sogar einzelnen Lehrstühlen des ehemaligen Zentrum für Technik und Gesellschaft (ZTG) schwer, neue interessante Beiträge in das fach-übergreifende Studium einzubringen - obwohl dies eine ihrer ursprünglichen Aufgaben war. Viele fach-übergreifende und fach-ergänzende Angebote mit konkreterem technischen Hintergrund werden von der Richtlinie ebenfalls ausgegrenzt. Insgesammt erweckt dies den Eindruck, dass die Richtlinie vor allem eine Arbeitssicherungsmaßnahme für einzelne ausgewählte Professuren ist.

Im November 2004 wurde auch die Richtlinie zur Modularisierung verabschiedet. Diese schreibt die Mindestgröße der Module mit 4 KP fest. Im Bachelor- und im Master-Studium müssen jeweils 6 KP für das FüS gesammelt werden. Daher kann das FüS jeweils nur aus genau einem abgelegten Modul mit genau 6 KP bestehen, wenn man nicht mehr studieren will als vorgesehen - so wie es auch von vielen Gremien sehr ausdrücklich gewünscht wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Mehrheit dieser Module aus zwei Teilveranstaltungen bestehen, die getrennt durchgeführt werden und sich häufig über zwei Semester und mehr verteilen. Es existiert keine Übersicht, welche Veranstaltungen für die nächsten Semester geplant sind - wirkliche Sicherheit gibt es bestenfalls für das aktuell laufende Semester. Dadurch wird die Studierbarkeit und Planbarkeit des Studiums massiv beeinträchtigt. Die erst jetzt (2007) stattfindende Durchsetzung der Richtlinie hat sich schon bei einigen Studenierenden studienzeitverlängernd ausgewirkt, da gewohnheitsgemäß die besuchten Teilveranstaltungen nicht zum selben Modul gehörten und deswegen nicht mehr abgerechnet werden durften.

Seit der Einrichtung des Studiengangs "Kultur und Technik" (KuT) ist natürlich in vielen Veranstaltungen das Niveau und die Besucheranzahl stark gestiegen. Von der Mehrheit der Studierenden kann man aber nicht erwarten, dass sie ausreichend auf die Anforderungen von FüS-Veranstaltungen vorbereitet sind, die in KuT für das 2. Studienjahr und höher vorgesehen sind. Eine Sonderbehandlung der nicht-KuT-Teilnehmer widerspricht den Grundsätzen der Modularisierung. Dadurch werden nun weitere Veranstaltungen praktisch nicht schaffbar und so das Veranstaltungsangebot im FüS noch kleiner.

Was bisher geschah

Nachdem es Anfang Sommersemester 2007 einiges Durcheinander zum fachübergreifenden Studium gab, wurde endlich eine nahezu satzungsgemäße Studienkommission eingesetzt, um die derzeitige FüS-Leiterin Frau Prof. Gensior und die FüS-Koordinatorin Frau Dr. Kück zu beraten und in Zukunft allzuviel Wirbel zu vermeiden. Für das Wintersemester wurde so das Lehrangebot überprüft und einige Veranstaltungen für das FüS gestrichen (vor allem Doktorandinnen-Seminare) bzw. vorerst bestätigt (z.B. Pyrotechnik, Arbeitswissenschaften, Amateurfunk).

Die Mitglieder der Studienkommission sind sich darin einig, dass die Richtlinie in einigen Punkten stark überarbeitungsbedürftig ist. Frau Dr. Kück hat freundlicherweise die Anderungsvorschläge zusammengefasst. Hier eine verknappte Zusammenfassung der Zusammenfassung:

Inhaltlich kommt "fachergänzend" dazu und FÜS wird auch für KuT und ähnliche Studiengänge sinnvoll definierbar. Die beiden Paragraphen, die bisher redundant zur FÜS-Definition nochmals die Inhalte spezifizierten, sollen gestrichen werden. Alle Lehrstühle sind aufgefordert Module und Veranstaltungen anzubieten - keine Sonderrollen. Dafür muss dann aber alles durch die Studiengangsleitung/Kommission des FÜS abgesegnet werden (Qualitätssicherung). Fremdsprachen und Sport sollen auch weiterhin ausgeschlossen bleiben.

Darüber hinaus gibt es jedoch noch Abstimmungsbedarf über die organisatorischen Abläufe (Überprüfung des Angebots, Bekanntmachung der Entscheidungen). Dies lies sich bisher auf die knappe Zeit zwischen Kommissionsfindung und Semesteranfang, und eine mangelhafte Transparenz der Entscheidungsfindung und den daraus resultierenden Missverständnissen zurückführen.

Nach dem der Reformvorschlag publik wurde war leider zu beobachten, dass die Bemühungen von einigen Professoren deutlich behindert werden. Glücklicherweise konnte unser neuer Universitätspräsident die Wogen glätten und scheint eine neue Richtung vorzugeben. Im Oktober/November 2007 wurde noch juristisch geprüft, ob die Empfehlungen der demokratisch gebildeten FüS-Studienkommission für die "Studiengangsleiterin" Frau Prof. Gensior relavant sind. Ergebnisse darüber sind nicht bekannt.

Für den 23.01.2008 (13:00, Mittwoch) LG9/228 gab es dann ganz erstaunlich eine Einladung von Frau Prof. Gensior zu "Planung und Beratung des FÜS-Angebots für das SS 2008". Wir waren natürlich anwesend auch wenn wir in ihren sich wiederholenden Monolog nicht viel einbringen konnten. Mehrfach wurde darauf verwiesen, anstelle die Probleme vor Ort zu diskutieren sich an die Universitätsleitung zu wenden. Dies ist prompt noch am selben Tag passiert und so gab es ein kleines Gespräch mit Prof. Reif (Dekan der Fakultät 1) der uns mit seiner juristischen Kompetenz und Fähigkeit Texte genau zu lesen überaus positiv überraschte. Letztlich ist es seiner Argumentation zu verdanken, dass das Thema noch einmal im Präsidialkollegium behandelt wurde und nun wirklich eine komplette Überarbeitung des gesamten Fachübergreifenden Studiums für das Wintersemester 2008 ansteht. Hierzu steht im Protokoll vom 14.02.2008:

10.3 Zulassung von Angeboten für das Fachübergreifende Studium im SS 2008 und Überarbeitung der Richtlinie zum Fachübergreifenden Studium (vgl. PK-Sitzung am 31.01.08) Die in der letzten PK-Sitzung formulierten Vorschläge sollen umgesetzt werden. Alle Lehrveranstaltungen, die im letzten Sommersemester angeboten worden sind, sollen auch im SS 2008 wieder stattfinden.

Da sich die FüS-Angebote naturgemäß seit dem letzten Sommersemester stark verändert haben soll dies in einer weiteren kleine Sitzung noch präzisiert werden. Dazu im Protokoll der Senatskomm. für Lehre vom 27.03.2008:

zu TOP II.9 Herr Dr. Gengler erkundigt sich nach den für das Sommersemester und darauffolgenden geltenden Regelungen für das Fachübergreifende Studium. Es besteht Unklarheit, welches Lehrangebot im Sommersemester zugelassen ist. Prof. Koziol erläutert den Stand der Diskussionen für eine Neuregelung. Diese ist für das Wintersemester geplant. Zur Planung für das aktuelle Sommersemester bietet er einen Gesprächstermin in der nächsten Woche an.

Ein Gespräch fand am 03.04.2008 mit dem Vizepräsidenten für Lehre Prof. Koziol statt. Darin wurde das Übergangsverfahren für das Sommersemester 2008 besprochen mit dem Ergebnis, dass alle im LSF-Vorlesungsverzeichnis eingetragenen Veranstaltungen im Bereich "Fachübergreifendes Studium" auch als solche anerkannt werden. Was darüber hinaus geht ist Sache der Prüfungsausschüsse. Frau Prof. Kück will nochmals für alle Veranstaltungen die entsprechenden Modul-Nummern zusammentragen und ins LSF eintragen.

Desweiteren wurde über Alternativen zur Veranstaltungsanmeldung ab Wintersemester 2008/2009 gesprochen. Wahrscheinlich werden die Studiengangsleitungen Module die für ihren Studiengang nicht sinnvoll sind aus dem Angebot direkt herausstreichen. Dies soll nicht das Angebot einschränken sondern die übersichtlichkeit im Anmeldesystem erhöhen. Wenn man sich nicht direkt anmelden kann ist der eigene Prüfungsausschuss der Ansprechpartner. Damit entfällt auch die Zentrale Beratung für das Fachübergreifende Studium von Frau Prof. Kück. Weitere Details der Verfahrensabläufe müssen aber noch weiter geklärt werden.

Zu den 3+3 Pseudo-Modulen gab es ein lange Diskussion. Die große Befürchtung ist, dass sich mit offiziellen 3KP-Module viele Professoren keine Mühe geben werden, die Inhalte sinnvoll zusammenzusetzen. Dadurch würde es noch mehr Miniveranstaltungen und damit noch mehr Prüfung geben. Im Rahmen des Fachübergreifenden Studiums wird sich dieses Problem aber stark entspannen da niemand mehr gezwungen ist, solche Veranstaltungen zu besuchen. Die Angebotserweiterung soll großen Raum für alternative Veranstaltungen (mit z.B. 4KP) aus allen Fakultäten lassen.

Die Hauptkriterien für das FüS ab Wintersemester 2008/2009 lassen sich zusammenfassen mit:

  1. Keine großen Eingangs-Voraussetzungen, also z.B. kein Doktoranden-Seminar oder Analysis-4, sondern der Allgemeinheit zugängliche Einführungen.
  2. Jedes FüS-Modul muss so angeboten werden, dass es tatsächlich innerhalb eines Semesters vollständig absolvierbar ist.

Dokumente

Wünsche der Studierendenschaft

  • Kleinere Veranstaltungen

im Umfang von 2,3,4 Kreditpunkten, so dass wir Studierende die Wahlmöglichkeiten auch real nutzen können. Weg mit den 2-Semester-Modulen, die Planbarkeit und Studierbarkeit stark behindern. Schwerpunkt auf 3 KP. Dies ändert nichts am Gesamtumfang von 6 KP.

  • Ausgeglichenes Angebot

Nicht nur Geschichte und Philosophie, sondern auch Juristik, Patent- und Urheberrecht, Management, Arbeitspsychologie, Soziologie und Interkulturelles. In vielen Studiengängen ist dies nicht direkt vorgesehen, jedoch aber thematisch sinnvoll. FüS darf nicht länger als Synonym für "nicht anwendbar" gelten. Keine geschenkten Kreditpunkte, denn das führt zu verschenkter Studienzeit und gelangweilten Studenten. Dazu gehört auch die adäquate Leistungskontrolle. Noten nur dort, wo realistisch bewertet werden kann. Prüfungen ohne Note können härter Filtern - sind nicht automatisch leichter, nur weil es keine Note gibt.

  • Nachvollziehbares Auswahlverfahren für FÜS-Module

Nachlesbare Kriterien und Arbeitsschritte. Zeitraum für Stellungnahmen der betroffenen Dozenten und Studierenden. Pragmatische Regelungen für interdisziplinäre Veranstaltungen in denen nicht 100% FüS drin stecken kann, da ein paar technische Grundlagen zum Verständnis notwendig sind.

  • Angabe der Niveau-Stufen und Modulvoraussetzungen

Es sollte in den Beschreibungen erkennbar sein, ob Veranstaltungen vornehmlich für Bachelor- oder für Master-Studenten gedacht sind und welches Vorwissen mitgebracht werden muss. Seit KuT eingeführt wurde, wird in vielen Veranstaltungen deutlich mehr gefordert. Für nicht-KuT-Studenten stehen Aufwand und Nutzen dann in keinem vertretbaren Verhältnis - das führt zwangsläufig zu hoher Unzufriedenheit.

  • Praxis begleitende Seminare

Einige Studenten arbeiten ehrenamtlich an Schulen und Freizeiteinrichtungen. Dies soll verstärkt werden (siehe EFRE/ESF-Förderrichtlinien in Brandenburg). Hierzu ist jedoch auch die pädagogik-theoretische Betreueung der Studenten von Seitens der Universität notwendig. Dies könnte durch Seminare im FüS-Angebot geleistet werden. Die Tätigkeit der Studenten ist dann die direkte, praktische Anwendung. Selbes gilt für die Schulung unserer studentischen Tutoren und Übungsgruppen-Leiter, wie es an einigen anderen Unis schon lange Standard ist.

  • Überarbeitung der Richtlinie

Einige Formulierungen entsprechen nicht anderen rechtlichen Vorgaben und Verträgen (z.B. Regelungen zu Anerkennungen). Das sollte unbedingt korrigiert werden.

projekte/fachuebergreifend/start.txt · Zuletzt geändert: 06.08.2008 15:58 von letsctho